Hazrat Salaheddin Ali Nader Angha Derzeitiger Sufi Meister der M.T.O. Shahmaghsoudi
Molana Salaheddin Ali Nader Angha, bekannt als Hazrat Pir, ist der 42. Sufi innerhalb dieser kontinuierlichen Nachfolge von Sufimeistern, die 1400 Jahre bis in die Zeit des heiligen Propheten Mohammad (Friede und Segen seien mit ihm) zurückreicht. Das innerlich offenbarte Wissen wurde vom Heiligen Propheten des Islam an Imam Ali (Friede sei mit ihm), Oveys Gharani (Uways al-Qarani) und Salman Farsi weitergereicht und in einer ununterbrochenen Nachfolge von Sufi Meistern bis in die heutige Zeit übertragen.
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Hazrat Pir wurde am 30. September 1945, einem Sonntagmittag, in Teheran, Iran, geboren. Seine spirituelle Reise begann bereits im Kindesalter, als erste Anzeichen seiner Begabung in ihm zu erkennen waren. Elf Jahre lang befand er sich unter der Aufsicht seines Großvaters, dem 40. Sufimeister des Oveyssi Ordens. Seine Ausbildung wurde unter der Anleitung seines Vaters, Molana Shah Maghsoud Sadegh Angha (Professor Angha), dem 41. Sufimeister des Oveyssi Ordens (Maktab Tarighat Oveyssi), fortgesetzt. Am 04. September 1970, bestätigte sein Vater Nader Anghas spirituelle Führung, indem er ihn den Umhang des Faghr (Bedürfnislosigkeit) überreichte.
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Die Mutter von Hazrat Pir, Mah-Talat Etemad Moghadam, verfasste mit ihrem Buch "Vom Propheten Mohammad bis zum großen Sufi Mir Ghotbeddin Mohammad", ein Werk, das die ununterbrochene Nachfolge von Sufi Meistern innerhalb des Oveyssi Ordens beschreibt, und berichtet dort folgendes über ihren Sohn: "Am 04. September 1970 übergab Hazrat Shah Maghsoud während einer Sitzung, die von ihm abgehalten wurde, unter den Augen vieler Anhänger und mit der Zustimmung Gottes des Wohltätigen, den Umhang von Faghr (der Bedürfnislosigkeit) an seinen gesegneten Sohn. Hazrat Pir empfing den Umhang während einer Ansprache aus den Händen seines geliebten Vaters."
Vom Tag seiner Ernennung an, übernahm Hazrat Pir die Verantwortung, die Pflichten mit denen er betraut wurde zu erfüllen und fortzuführen, wozu unter anderem auch der Entwurf und die Bauaufsicht über das großartige Sufizentrum in Karaj (in der Nähe von Teheran) gehörte, das unter dem Namen Sufi Abad bekannt ist. Dr. Ronald Grisell ersuchte und erhielt die Erlaubnis die Maktab Tarighat Oveyssi Schule in Sufi Abad zu besuchen. Er hat in seinem Buch „Sufismus" ein ganzes Kapitel der „Oveyssi Schule des Sufismus in Karaj" gewidmet, in dem er das prächtige Zentrum detailliert beschreibt.2
Nachdem er im Jahre 1979 mit seinem Vater in die Vereinigten Staaten übersiedelte, entsprach Hazrat Pir dem Wunsch seines Vaters, die heiligen Lehren einer breiteren Hörerschaft zugänglich zu machen. In einer sehr kurzen Zeit und unter der direkten Führung und Aufsicht seines Vaters, begannen die Lehrsitzungen in vielen Staaten der USA. Nach dem Verscheiden von Hazrat Shah Maghsoud ruhte die ganze Verantwortung darüber, die wahre Botschaft des Islam zu verbreiten, auf seinen Schultern. Diese Verantwortung übernahm er mit unendlich viel Liebe und Hingabe und bemüht sich seither unentwegt die Menschen recht zu leiten, ihnen zu helfen und sie zu lehren. Er möchte den Menschen die wahren Eigenschaften des Islam vorstellen, unabhängig von ihren Ideologien, Überzeugungen oder ihrer religiöser Erziehung.
Das Wissen von Hazrat Pir bezieht sich nicht nur auf das tief Verborgene und die geheimen Wissenschaften (Wissenschaft der Buchstaben und Zahlen, Alchemie usw.), sondern erstreckt sich auch auf die Gebiete der Physik, Mathematik, Astronomie, Astrophysik, Quantenmechanik, Biophysik, Philosophie, Poesie und Architektur. Daneben hat er ein Gerät erfunden, das Myonen-Strahlung produziert und in der Myonentherapie zur Heilung von Nervenzellen und anderen Systemen des menschlichen Körpers genutzt werden soll.
Die Einsicht, Empfänglichkeit und Sorgfalt Hazrat Pirs findet sowohl bei seinen Schülern als auch bei vielen Wissenschaftlern auf der ganzen Welt Anerkennung. Hazrat Pir hat viele Vorlesungen an den führenden Universitäten des Westens sowie anderen wissenschaftlichen oder pädagogischen Institutionen gehalten. Seine Vorträge konzentrieren sich auf die Darlegung des tiefgründigen islamischen Spiritualismus, dessen wissenschaftlicher Fülle sowie dessen Bedeutung in der heutigen Zeit. Hazrat Pir ist der Überzeugung, dass ein Mensch nur dann die wahre Bedeutung von Stabilität, Sicherheit, Freiheit und menschlicher Würde erfahren kann, wenn er unablässig die ihm innewohnende Güte, seine Talente und seine Fähigkeiten entwickelt.
Hazrat Pir hat mehr als 50 Werke verfasst, sowohl Prosa als auch Lyrik, so z.B. Friede, Das Geheime Wort, Das nahende Versprechen, Masnavi Ravayeh, Flüsternde Augenblicke, Der Duft des Sufismus, Sufismus und Frieden, Sufismus und Erkenntnis, Sufismus und Islam, Theory I das Ich in der Führung, Sufismus die Realität der Religion, Sufismus eine Brücke zwischen den Religionen und Dahm.
Professor Anghas Liebe, sein Vertrauen und der Respekt zu seinem Sohn waren so groß, dass er mit grenzenloser Zärtlichkeit in vielen seiner Bücher von ihm sprach, so in seinen Werken: Serr-ol Hajar, Hamaseye Hayat, Masnavi Shahed va Mashhoud, Seyr-al Sayer va Teyr al-Nader, Al-Rasa’el und Die Prinzipien von Faghr und Sufismus. In seinem Buch Ghazaliyat schreibt er:
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Ist es die Versuchung, sind’s die schwarzen Augen oder das verlorene Herz?
Sind es deine trunkenen Blicke oder
Ist es ein Feld voller Blumen, das Antlitz der Geliebten
Oder der strahlende Sonnenschein? Ist es die Zypresse, so vollkommen?
Ist’s die Pinie oder deine Gestalt?
Ist’s duftender Jasmin oder ein Leib?
Ist’s der Mond, hell leuchtend, Silber vielleicht? Ist es paradiesisches Wasser, ein Juwel,
Ist dies gar der jüngste Tag?
Ist es der helle Morgen, weiß erstrahlend, oder Kristall im Glanz?
Ist es das Licht des Berges Sinai, ist es Moses leuchtende Hand?
Ist es ein Muttermal so schwarz, oder der Weihrauch im Feuer?
Ist es eine Falle aus deinen Haaren gestrickt, deine Lockenpracht? Ist’s der Krug und der Weinkelch, zugleich auch der Wein?
Sind es deine Lippen, rotem Wein gleich, Freude erweckend?
Sind es deine Worte, süß wie Zucker, in einem Becher?
Oder ist es Leben spendendes Wasser? Sind es deine Zähne, schimmernd wie Perlen aufgereiht?
Es ist die Seele Molanas,
Sie spricht in der Morgendämmerung und sagt
Es ist der höchste Gipfel der Erkenntnis, Nader Nader Angha ist’s von dem ich spreche
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Wenn Professor Angha in den oben genannten Versen "Molana" erwähnt, so deutet er auf ein Gedicht Rumis hin, das dieser über Hazrat Pir geschrieben hat. Innerhalb der Tradition des Sufismus sind die Sufi Meister für ihre spirituelle Weitsichtigkeit bekannt, die es ihnen ermöglicht, kommende Ereignisse über viele Jahrhunderte hinweg vorherzusehen. Die folgenden Verse hat Rumi über Hazrat Pir in seinem Werk Divan-e Shams-e Tabriz niedergeschrieben1:
Der erlesenste Duft des Garten Eden und des Frühlings,
die Liebe des Geliebten, die Schöpfungskraft der Schöpfung und die Belebung der Seele.
Dieser Duft, der alle Planeten berauscht,
strömt nicht aus der Erde hervor, sondern aus den höchsten Himmeln.
Die Sterne am Himmel fragen sich; „Was ist diese leuchtende Sonne?"
Und die Fische im Meer sagen: „Welches sintflutartige Ereignis ist dies?"
Seine leuchtende Sonne erhellt jedes Antlitz wie Strahlende Orbitale,
des Mondglanzes Neid ist dieses helle Sonnenlicht.
Sein wunderschönes Antlitz wurde sehnsüchtig erwartet Seit der Zeit Josefs2
Welche Größe! Welche Güte! Die Engel sind erfüllt von Ehrfurcht!
Welch’ göttliche Führung ist dies? Überbringer des Weins aus der Quelle des Lebens ist er,
des geheimnisvollen Berges Gipfel und höchst kostbar und Nader Angha ist er.
Entfacht auf der Suche nach ihm, sind sowohl Ost als auch West,
dieses visionäre Licht ist das Licht von Molanas Seele.
Was verbirgst Du? Sag die Wahrheit, verberge nicht das Offenbare,
die Kraft Gottes, unseres Königs, Sein Verfechter ist er.
Der Friede beider Sphären, der Behüter beider Welten ist er,
er erduldet das Leid, der Wächter von Morgen ist er.
Diese entfachte Welt wendet sich um, und trudelt vor Ehrfurcht,
Gott! Welch' eine Liebe ist dies? Welch' Anmut ist dies?
Welch’ ein Lied ist dies, das alle Herzen berührt?
Ich will es dir sagen, der Juwel in Gottes Meer ist er.
In den späten fünfziger Jahren besuchte ein angesehener ägyptischer Gelehrter, Seyyed Mohammad Abul-Majid, Professor Angha in Teheran und war durch die Gegenwart des Kindes (Hazrat Pir) derart bewegt, dass er folgendes schrieb:
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Oh Angha, es sind gesegnete Blumen in Deinem Heim und unter ihnen lebt ein reiner Zweig, Nader
Seines Vaters Geschlecht reicht zurück auf des Propheten Familie; Er ist das Innerste des weiten Lichts
Oh Nader, zu Euch kommt hier der Neuheiten Überbringer, jemanden zu finden wie Dich ist wahrlich schwer
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1. Molana Jalaleddin Balkhi Rumi, Divan-e Shams-e Tabriz (Teheran: Javidan Publications), 1360, [1981] S.241
2. Hier wird sich auf Josef bezogen, der Lieblingssohn von Jakob, der von seinen neidischen Brüdern in einen Brunnen geworfen und später als Sklave nach Ägypten verkauft wurde. Seine unvergleichliche Schönheit war so bekannt, dass er zu einem Inbegriff der Schönheit in der Sufi Literatur wurde.
3. Ronald Grisell, Sufism (Ross Books, Berkeley, CA, 1983) SS.85ff
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